E-Auto-Förderung 2026: Höhe, Anspruch und Fristen


Stand: 15.10.2026
Um mehr Privatpersonen den Umstieg zur Elektromobilität zu ermöglichen, beschloss der Koalitionsausschuss der Bundesregierung am 8. Oktober 2025, ein neues Förderprogramm für Elektroautos zu entwickeln. Die E-Auto-Förderung 2026 bezuschusst den Kauf oder das Leasing neuer Elektroautos mit bis zu 6.000 Euro. Familien und Haushalte mit niedrigerem Einkommen sollen dabei gezielt gefördert werden.
In diesem Artikel erfährst du ganz sachlich, ob du für die E-Auto-Förderung 2026 infrage kommst, welche Autos gefördert werden und was du beachten musst.
Wer die Förderung bekommen kann
Antragsberechtigt sind volljährige Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Das geförderte Fahrzeug muss auf die antragstellende Person zugelassen und dem Privatvermögen zugeordnet sein. Auch Rentner können die Förderung erhalten, solange sie die übrigen Voraussetzungen erfüllen.
Die allgemeine Einkommensgrenze liegt bei maximal 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Pro eigenem Kind steigt sie um 5.000 Euro, höchstens für zwei Kinder. Mit einem Kind sind damit maximal 85.000 Euro möglich, mit zwei oder mehr Kindern maximal 90.000 Euro.
Förderrelevant ist dabei ein Kind nur, wenn es im Haushalt der antragstellenden Person lebt, Kindergeld bekommt und es bei der ersten Zulassung des Neuwagens noch nicht 18 Jahre alt ist. Insgesamt können höchstens zwei Kinder berücksichtigt werden.
Wichtig ist außerdem: Jede antragstellende Person kann die Förderung nur einmal erhalten.
Was beim Haushaltseinkommen zählt
Mit Haushaltsjahreseinkommen ist das „zu versteuernde Einkommen“ gemeint, wie es im Einkommensteuerbescheid steht. Gezählt wird das Einkommen der antragstellenden Person und ihres Ehe- oder Lebenspartners, auch in einer eheähnlichen Gemeinschaft.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, ist für die Förderung zuständig. Es betrachtet deine zwei aktuellsten aufeinanderfolgenden Einkommensteuerbescheide und bildet daraus den Durchschnitt. Die beiden Bescheide dürfen bei der Antragstellung nicht älter als drei Kalenderjahre sein.
Welche Elektrofahrzeuge förderfähig sind
Gefördert werden Kauf und Leasing eines neuen Pkw der Klasse M1. Das Auto muss ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen worden sein. „Neu“ ist dabei wörtlich zu nehmen: Das Auto darf vorher weder in Deutschland noch im Ausland zugelassen gewesen sein.
Damit fallen Gebrauchtwagen ebenso heraus wie Tageszulassungen, Werkszulassungen und bereits zugelassene Vorführwagen. Wenn du zwischen neu und gebraucht abwägst, hilft dir der Ratgeber „Gebrauchtes E-Auto kaufen 2026“ bei der Alternative ohne Kaufzuschuss.
Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Range-Extender können ebenfalls gefördert werden. Hier gelten aber Einschränkungen. Sie dürfen höchstens 60 Gramm CO₂ je Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern nachweisen. Außerdem muss ihre Erstzulassung spätestens am 30. Juni 2027 erfolgen.
Den CO₂-Ausstoß findest du, genau wie das Datum der Erstzulassung, in der Zulassungsbescheinigung Teil I, dem früheren Fahrzeugschein. Liegt der CO₂-Wert über 60 Gramm, weist eine EU-Konformitätsbescheinigung die elektrische Reichweite nach, auch CoC-Dokument genannt. Du erhältst es vom Händler. Wenn du einen Plug-in-Hybrid oder Range-Extender fördern lassen willst, lass dir die maßgeblichen Werte vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen.
Wie hoch die E-Auto-Förderung 2026 ist
Die Förderhöhe ergibt sich aus Basisbetrag, Einkommenszuschlag und Kinderbonus.
Die Einkommenszuschläge bauen aufeinander auf. Liegt das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen bei höchstens 45.000 Euro, kommen insgesamt 2.000 Euro zur Basisförderung hinzu. Von 45.001 bis 60.000 Euro ist es ein Zuschlag von 1.000 Euro. Ab 60.001 Euro bleibt es beim Basisbetrag, sofern die allgemeine Einkommensgrenze nicht überschritten wird.
Hier sind drei Beispiele:
- Ohne Kind gibt es bei 72.000 Euro Einkommen eine Förderung in Höhe von 3.000 Euro.
- Mit einem Kind und 58.000 Euro Einkommen sind es 4.500 Euro:
3.000 Euro Basis, 1.000 Euro Einkommenszuschlag und 500 Euro Kinderbonus. - Ein Haushalt mit zwei Kindern und 44.000 Euro Einkommen erreicht bei einem rein elektrischen Auto die Höchstförderung von 6.000 Euro.
Beim förderfähigen Plug-in-Hybrid oder Range-Extender funktioniert die Rechnung gleich, nur der Basisbetrag liegt 1.500 Euro niedriger. Die endgültige Summe setzt dann das BAFA nach Prüfung der Angaben und Nachweise fest.
Welche Fristen du einplanen musst
Anträge sind seit dem 19. Mai 2026 möglich. Beantragen kannst du die Förderung erst, wenn der Neuwagen auf dich zugelassen ist. Ab dem Zulassungsdatum läuft eine Frist von zwölf Monaten, in der du den Antrag stellen musst.
Ab der Zulassung muss das Auto mindestens 36 Monate durchgehend auf die antragstellende Person in Deutschland zugelassen sein. Verkaufst du das Fahrzeug früher, droht eine Rückforderung.
Möchtest du ein bereits gefördertes Auto später verkaufen, findest du die Details im Beitrag „Wann kann ich mein gefördertes Elektroauto verkaufen?“.
Wie der Antrag abläuft
Weil du erst nach der Zulassung beantragen kannst, gehst du in Vorleistung.
Wie BundID, Unterlagen, Upload und Auszahlung praktisch funktionieren, zeigt unser Erfahrungsbericht zum Antrag. Plane die Fördersumme nicht als Geld ein, das direkt nach der Zulassung auf deinem Konto liegt. Bei Zweifeln im Einzelfall frag direkt beim BAFA nach. Alle Angaben in diesem Artikel haben den Stand 15.10.2026.
Was die Förderung für dein jetziges E-Auto bedeutet
Die E-Auto-Förderung 2026 gilt für Neuwagen. Sie kann den Wechsel von einem Elektroauto zu einem neuen auch attraktiver machen. Für dein bisheriges E-Auto kommen dann eine Inzahlungnahme beim Händler oder ein Verkauf auf eigene Faust infrage. Bei der Inzahlungnahme kannst du die Übergabe zusammen mit dem Neuwagenkauf vereinbaren. Ein separater Verkauf ermöglicht dir, den Verkaufserlös unabhängig vom Neuwagenangebot zu vergleichen. Lass dir deshalb beide Beträge getrennt nennen: den Neuwagenpreis samt Rabatt und den Betrag für dein altes Auto. So erkennst du, welche Variante zu deinem Budget und deinem Zeitplan passt.
Wenn der Wechsel für dich passt, kannst du dein jetziges E-Auto in 48h von Aampere bewerten lassen. Das Angebot kommt aus einer Auktion mit über 200 Händlern, ist kostenlos und unverbindlich.
Quellen und weiterführende Links:
- Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: E-Auto-Förderung 2026
- Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Das Förderprogramm für Elektroautos
- Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: Richtlinie zur sozial gestaffelten Förderung der Anschaffung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen
- Förderdatenbank des Bundes: E-Auto-Förderung


