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Maria Glaser
Maria Glaser
27
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08
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2026
7
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Vehicle-to-Grid (V2G) Ladestation mit Smart Management Interface (KI-generiert)

Elektroautos werden von einer Antriebsbatterie mit Strom versorgt, wobei diese an öffentlichen Ladesäulen oder heimischen Wallboxen geladen wird. Viele Elektroautos können aber bereits viel mehr: Sie nehmen nicht nur Strom auf, sondern geben den Strom aus der Hochvoltbatterie auch wieder ab. Ein Elektroauto wird so zu einer fahrenden Powerbank.

Wenn Strom auf diese Art in beide Richtungen fließen kann, spricht man vom bidirektionalen Laden. Es gibt dabei verschiedene Formen. Für Vehicle-to-Load (V2L) haben die meisten Modelle eine normale Schuko-Steckdose, über die mit ein paar Kilowatt Geräte - wie eine Kaffeemaschine beim Camping oder ein Laptop - geladen werden können. Dafür ist in der Regel ein bidirektionales Bordladegerät im Elektroauto verbaut, das die Entnahme von 230-Volt-Wechselstrom möglich macht.

Bei Vehicle-to-Home (V2H) speist das Elektroauto dein Hausnetz. Dein Auto kann beispielsweise tagsüber mit Solarstrom geladen werden und als Zwischenspeicher agieren, bis der Strom abends an den Haushalt abgegeben wird, wenn ein höherer Bedarf besteht. Damit das funktioniert, braucht es eine spezielle bidirektionale Wallbox, die den Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom für das Haus umwandelt. Ein Energiemanagementsystem steuert, wann geladen und entladen wird.

Die dritte Stufe des bidirektionalen Ladens ist Vehicle-to-Grid (V2G). Hierbei speist dein Auto Strom direkt ins öffentliche Netz ein, wofür Netzbetreiber oder Energieversorger dich vergüten können. Technisch funktioniert das ähnlich wie V2H, nur dass zusätzliche regulatorische Fragen dazukommen. Durch intelligent genutzte Elektroautos können damit Lastspitzen ausgeglichen und das Netz stabilisiert werden. V2G kann interessant sein, um von den Entgelten zu profitieren. Du möchtest V2G nutzen, aber dein aktuelles E-Auto ist nicht kompatibel? Prüfe kostenlos, was es noch wert ist.

 

Modelle im Überblick: Welche Autos können bidirektional laden?

Welche Autos können bidirektional laden? Diese Frage wird immer lauter gestellt. Noch ist die Technologie nicht in der Breite verfügbar, jedoch geht ein E-Auto als Stromspeicher mit zahlreichen Vorteilen einher und wird immer relevanter.

Hier findest du die wichtigsten Fahrzeugmodelle, mit denen bidirektionales Laden bereits möglich ist. Den Anfang bei der Einführung haben übrigens koreanische Marken gemacht. So haben Hyundai, Kia und Co. die V2L-Technologie bereits seit 2021 an Bord. Da Kompatibilität mit V2L aber nicht automatisch auch mit V2H oder V2G bedeutet, geben wir dir hier einen Überblick. (Stand: August 2026)

  • Audi Q4 e-tron: V2L (Steckdose im Kofferraum mit 2,3 kW bei 230V, mit Adapter bis zu 3,6 kW) und V2H möglich, V2G geplant
  • BMW Neue Klasse: i3, iX3 und iX5 (Bestellstart 10/2026): V2L, V2H und V2G sind möglich
  • BYD Atto 2 und 3 / Dolphin und Surf / Han/ Tang/ Seal: Grundfähigkeit für bidirektionales Laden über V2L vorhanden
  • Citroen C-Zero / Peugeot iOn / Mitsubishi i-MiEV (Modelle weitgehend baugleich, aber eingestellt): V2H über CHAdeMO-Stecker möglich
  • Cupra Raval / Born / Tavascan (Voraussetzung: aktuelle Modelle mit Cupra Software 6, viele ältere Fahrzeuge ab 77 kWh Batteriekapazität und ab Cupra Software 3.5): Unterstützt V2L und V2H, V2G geplant
  • Dacia Spring: nur V2L
  • Ford Explorer / Ford Capri: V2L, V2H sowie V2G möglich
  • Ford E-Transit Custom: nur V2L
  • Genesis GV60 / GV70 / G80: bisher nur V2L vorhanden
  • Hyundai Inster / Ioniq 5, 6 und 9 / Kona Elektro: nur V2L verfügbar, V2H und V2G in aktiver Entwicklung mit Pilotprojekten
  • KGM Torres EVX: nur V2L verfügbar
  • Kia EV2 / EV5: V2L verfügbar, V2H und V2G technisch vorbereitet mit V2X-Hardware
  • EV9: V2L, V2H und V2G verfügbar
  • Kia EV3 / EV6 / Niro EV: Nur V2L verfügbar
  • Leapmotor C10: Nur V2L verfügbar
  • Mazda MX-30 R-EV: Nur V2L verfügbar
  • MAXUS eTERRON 9: Nur V2L verfügbar
  • Mercedes-Benz, u. a. GLB, VLE, CLA und GLC: technisch vorbereitet für V2H/V2G, wird zunehmend umgesetzt
  • MG4/ 5 Marvel R Electric/ ZS EV: nur V2L
  • Nissan Leaf: V2L, V2H und V2G möglich
  • Opel Astra/ Combo/ Corsa/ Grandland/ Mokka: nur V2L
  • Polestar 3: alle drei technisch vorbereitet
  • Renault 4 und 5 E-Tech: V2L, V2H und V2G
  • Škoda Peaq, Epiq: V2L, V2H, V2G möglich
  • Škoda Enyaq und Elroq: V2L und V2H möglich, V2G geplant
  • Smart #1 / #3: nur V2L
  • Tesla Cybertruck: V2L, V2H und V2G
  • Volvo EM90: Nur V2L
  • Volvo EX60 und EX90: Unterstützt V2L, V2H und V2G
  • VW ID.-Modelle (ID.Polo und ID.Cross, sowie ID.3, ID.4, ID.5, ID.7 und Tourer, ID. Buzz): V2L, V2H und V2G wird unterstützt
  • Xpeng G6 und G9: nur V2L

 

Tabelle: Übersicht der E-Auto-Modelle mit bidirektionalem Laden, aufgeschlüsselt nach V2L, V2H und V2G

 

Tabelle: erstellt mit KI

 

V2L im Praxistest: Kaffeemaschine und E-Bike am Auto laden

V2L ist erstaunlich unkompliziert. An den Ladeanschluss des Elektroautos wird ein Adapter gesteckt, an dem eine ganz normale Schuko-Steckdose hängt. Kaffeemaschine rein, Knopf gedrückt, die Maschine läuft. Auch das Ladegerät vom E-Bike lässt sich einfach daran anschließen, sodass der Akku in wenigen Stunden volllädt.

Die Leistung ist bei den meisten Elektroautos mit 2 bis 3,6 Kilowatt ordentlich bemessen für alles, was man sonst auch aus einer normalen Haussteckdose zieht. Sogar ein anderes Elektroauto kann man mit der Vehicle-to-Load-Funktion und einem passenden Adapter wieder aufladen. Geräte wie ein Backofen oder eine Wärmepumpe, die oft deutlich mehr als 3,6 Kilowatt ziehen, würden so allerdings nicht laufen.

V2L als Form des bidirektionalen Ladens ist in Deutschland schon heute unkompliziert und ohne großen Aufwand nutzbar, wenn das Elektroauto kompatibel ist. Die Antriebsbatterie wird für den Moment einfach zur mobilen Powerbank, was für die Kaffeemaschine beim Camping oder eben das E-Bike in der Einfahrt völlig ausreicht.

Wenn dein Elektroauto stattdessen dein komplettes Haus versorgen soll oder du Strom ins öffentliche Netz zurückspeisen möchtest, wird das bidirektionale Laden etwas umständlicher. Für V2H brauchst du zunächst eine zertifizierte bidirektionale Wallbox und die ist derzeit noch spürbar teurer als eine normale Ladestation. 2026 liegen die Preise für bidirektionale Wallboxen beim Drei- bis Vierfachen einer herkömmlichen Ladestation. Für bidirektionales Laden in Deutschland mit V2G kommt zusätzlich die Regulatorik ins Spiel, aber das Einspeisen von Strom kann sich lohnen. Der Grund dafür ist einfach: Dynamische Stromtarife bilden die Basis für das Geldverdienen mit dem Autoakku.

 

Vehicle to Load (V2L) mit einem Elektroauto und einer Steckdosenleiste für Ladekabel und Laptop

 

Ortsunabhängiges Büro: Mit V2L kannst du viele technische Geräte über das Auto laden. Perfekt für Digital Nomads und mobiles Arbeiten.

 

Zusammengefasst: Welche Modelle können bereits bidirektional Laden?

V2L ist bei vielen modernen E-Autos bereits serienmäßig an Bord und in Deutschland schon heute unkompliziert nutzbar. V2H funktioniert bei einer wachsenden Zahl von Modellen wie der Neuen Klasse von BMW, dem Kia EV9 oder dem Škoda Peaq. Es verlangt aber auch eine passende, oft teure Wallbox. V2G ist technisch bei einer kleinen, aber wachsenden Modellgruppe vorhanden.

Bevor du ein Elektroauto kaufst, lohnt es sich, nochmal genau nachzusehen, ob das bidirektionale Laden wirklich unterstützt wird. Das gilt insbesondere bei Gebrauchtwagen, da nicht jedes Fahrzeugs des gleichen Modells automatisch bidirektional Laden kann. Die Verfügbarkeit kann variieren, je nach Baujahr, Batteriekapazität oder Softwarestand. Zudem entwickelt sich die Technik schnell, weshalb immer mehr neue Modelle mit bidirektionalem Laden auf den Markt kommen. Auf dem neusten Stand zu sein, lohnt sich für den Neuwagenkauf.

Einige Modelle, die bereits über Formen des bidirektionalen Ladens verfügen, gibt es auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Da das bidirektionale Laden immer wichtiger und beliebter wird, ist die Kompatibilität daher ein gutes Argument für den Wiederverkaufswert. Wenn du dein Elektroauto verkaufen willst, kannst du dir hier den Bestpreis aus unserer Auktion einholen.

Quellen

EnBW - Bidirektionale Wallboxen

ADAC - Das Elektroauto als Stromspeicher / Vehicle-to-Load: Strom aus dem E-Auto nutzen / Mercedes GLB / Bidirektionales Laden für Ihr Zuhause (CLA und GLC)

Einfach E-Auto - Welche Elektroautos können bidirektional Laden?

E-Mobileo - Bidirektional ladende E-Autos

Forschungsstelle für Energiewirtschaft – Bericht zur Studie „Bidirektionales Laden – Anwendungsfälle aus Nutzersicht“

Herstellerangaben: Audi Q4 e-tron und bidirektionales Laden / BMW Neue Klasse / Cupra Raval, Born und Tavascan / Ford Explorer und Capri / Hyundai Bidirektionales Laden / Kia EV2, EV5 / Nissan Leaf / Stellantis: Opel Astra/ Combo/ Corsa/ Grandland/ Mokka / Renault 4 E-Tech und 5 E-Tech /  Škoda Peaq, Epiq, Elroq und Enyaq / Volvo EX60 und EX90 / Volkswagen ID. Modelle

EV-Supply - Dacia Spring Electric 65 / Kia EV9 AWD GT

Electrified - Mercedes VLE

Elektroauto-News - Nissan Leaf: Alle Fakten

Bidirektionale Wallboxen – Tesla Cybertruck

Turn Solar - Wallbox bidirektionales Laden 2026

FAQ zu diesem Thema

Welche Autos können bidirektional laden?
Viele Modelle verschiedener Hersteller bieten bereits bidirektionales Laden in Form von V2L an, teils auch V2H oder V2G. Der genaue Umfang hängt oft von Jahr und Software ab.
Welche Autos können V2L in Deutschland?
Viele verschiedene Modelle sind bereits für V2L geeignet. Dazu gehören beispielsweise der Dacia Spring, der Ford E-Transit Custom oder der Kia EV2.
Welche Autos können V2H in Deutschland?
Für V2H sind beispielsweise die Modelle Renault 4 und 5 E-Tech, der Audi Q4 e-tron sowie der Volvo EX60 geeignet. Viele andere Modelle sind technisch darauf vorbereitet.
Welche Autos können V2G in Deutschland?
Aktuell zählen unter anderem BMW-Fahrzeuge der Neuen Klasse, der Kia EV9 oder die Ford-Modelle Explorer und Capri zu den Elektroautos mit belastbarer V2G-Freigabe. Weitere Hersteller haben V2G angekündigt.
Wie genau funktioniert V2L beim Elektroauto?
V2L ist erstaunlich unkompliziert. An den Ladeanschluss des Elektroautos wird ein Adapter gesteckt, an dem eine ganz normale Schuko-Steckdose hängt. Darüber können Ladekabel angeschlossen werden.
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